Hinter den kulissen der ausstellung

von waltritsch a+u | ARCHITETTI URBANISTI


Die kreisförmigen, nicht gradlinig angeordneten Schaukästen mit einem Durchmesser von sieben Metern laden den Besucher zu zweierlei Verlauf ein: die Geschichte der Stadt an der linken Hallenseite, die Schicksale der Triestiner Soldaten an der rechten. Das Ausstellungskonzept beinhaltet Schaukästen mit Objekten, Fotos, Propaganda-Plakaten oder Aufrufen, Nischenregale oder Kataloge zu den Objekten, die Infografik mit den wichtigsten statistischen Angaben zur Kriegszeit in Triest.

 


In der Mitte der Halle ist eine Doppel-Installation zu sehen: zu einem mit tausend Spielsoldaten bemannten Schlachtfeld, das den Kampf um Triest symbolisiert, kommt die große Menge an Tagebüchern hinzu, die mit ihren tausend Seiten die menschlichen Schicksalsschläge des Krieges bezeugen.
Den äußeren Rand des “
Salone degli Incanti” bildet ein Zaun aus Wörtern: zwei symbolhafte Sätze, wo jeder Buchstabe auch durch seine Höhe und Größe einen Soldaten darstellt, der sein Leid und seinen Überlebensdrang in die Welt hinausschreit. Es sind Gefühle, die allen Werten übergeordnet sind; sie zeigen, dass die Situation für alle Mitstreiter, ganz gleich auf welcher Seite der Front sie standen, absolut tragisch und die Gefahr getötet zu werden, für alle gleichermaßen hoch war:

Ich teile dir mit, dass wir gestern einen Kampf ausgetragen haben und dass ich durch Gottes Gnade unverletzt geblieben bin.

Antonio Pertot
Triestiner Soldat beim 97. Infanterie-Regiment des österreichisch-ungarischen Heeres

Nach gut 40 Tagen in den Schützengräben kehren wir in die Welt zurück.
Hier krepiert man in Massen

Roberto Liebmann Modiano
Triestiner Freiwilliger bei den italienischen Streitkräften