Spielsoldaten aus der Luisi-Sammlung


Wie alle Kinder so spielte auch der spätere Triestiner Unternehmer Paolo Luisi als Kind mit Soldatenfiguren. Zu  jener Zeit waren Spielsoldaten meistens aus Masse oder Pappmaché. Ende der 1950er Jahre kamen die ersten Spielfiguren aus Kunststoff und Gummi auf den Markt, die man bei den Kampfaufstellungen und Schlachten unter all die anderen mischte. Aus dem Spiel wurde mit der Zeit Nachforschung, gezielter Erwerb und Sammelleidenschaft.

Bei Trödlern, Antiquitätenhändlern, auf Flohmärkten, bei Sammlertreffen und Versteigerungen in aller Welt fand Luisi immer neue Figuren und baute die historische Spielsoldaten-Kollektion zu einer der wichtigsten und diversifiziertesten Sammlungen Italiens aus. Die Sammlung umfasst etwa 15.000 Figuren, dazu gehören auch französische Zinnsoldaten aus dem späten 19. Jh., Bleisoldaten verschiedener Epochen von großen europäischen Herstellern (CBG, Heyde, Noris, Wollner, Britains, Antonini usw.) vom späten 19. Jh. bis in die 60er Jahre des 20. Jh., aus Masse gefertigte deutsche und italienische Soldatenfiguren vom Beginn des 20. Jh. bis zu den 1960er Jahren (Lineol, Elastolin, Chialù, Xiloplasto usw.) und die herrlichen Figuren von Sonnenberg-Giroux aus der Zeit des Krimkrieges. In der Ausstellung sind zahlreiche Heere aus dem Ersten Weltkrieg zu sehen, sowohl Soldaten als auch Musikanten in Marschformationen.